Aktuelle Informationen zu den Corona-Hilfen

Das Bundeswirtschaftsministerium bemüht sich in Zusammenarbeit mit dem Bundesfinanzministerium mit verschiedenen Programmen die Wirtschaft in der Corona-Krise zu unterstützen. Stand Mitte Februar 2021 laufen die folgenden Programme:

Bezeichnung

Überbrückungshilfe II
Überbrückungshilfe III
Novemberhilfe
Dezemberhilfe
Neustarthilfe

Zeitraum

September 2020 – Dezember 2020
November 2020 – Juni 2021
November 2020
Dezember 2020
Januar 2021 – Juni 2021

Ende der Antragsfrist

31.März 2021
31.August 2021
31.März 2021
30.April 2021
31.August 2021

Die Voraussetzungen für die Antragstellung sind sehr individuell. Teilweise über-schneiden sich die Förderzeiträume, so dass zu prüfen ist, welche Hilfe für das betroffene Unternehmen am Vorteilhafttesten ist. Möglicherweise Antragsberechtigte sollten mit Ihrem Berater in unseren Kanzleien sprechen um sich dahingehend abzustimmen. Dabei sollten Sie beachten, dass die Arbei-ten an den Anträgen sehr umfangreich und zeitintensiv sind, so dass es beson-ders wichtig ist sich frühzeitig mit uns in Verbindung zu setzen.

Die Überbrückungshilfen II und III richten sich in der Höhe an den Fixkosten des Unternehmens im Förderzeitraum aus. Voraussetzung für diese Förderungen sind Umsatzrückgänge im Verhältnis zum Jahr 2019. Die November- und Dezemberhilfen richten sich ausschließlich am Umsatzrückgang gegen-über dem Vergleichszeitraum in 2019 aus. Der sich hierbei ergebende Umsatz-rückgang wird zu 75% gefördert. Allerdings wird auf diese Förderungen noch das erhaltene Kurzarbeitergeld angerechnet. Die in diesem Absatz beschriebe-nen Förderungen werden - soweit sie sich auf den selben Zeitraum beziehen - gegeneinander verrechnet.

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist, die aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III daher nicht in Frage kommt. Die Betroffenen können einmalig die Neustarthilfe von bis zu € 7.500 beantragen. Der Antrag kann nur vom Soloselbständigen selber gestellt werden. Die Förderhöhe beträgt 50 Prozent eines sechsmonatigen Refe-renzumsatzes, der auf Basis des Jahresumsatzes 2019 berechnet wird. Haben die Soloselbständigen im Förderzeitraum Januar bis Juni 2021 Umsatzeinbußen von über 60 Prozent zu verzeichnen, dürfen sie die Neustarthilfe in voller Höhe behalten. Als Soloselbständig gelten Personen, die ihre selbstständige Tätigkeit als freiberuflich Tätige oder Gewerbetreibende im Haupterwerb ausüben und weniger als eine/n Vollzeit-Angestellte/n Vollzeit-Angestellten beschäftigen. Der gleichzeitige Antrag auf Überbrückungshilfe III und Neustarthilfe ist untersagt.

Nach dem aktuellen Stand bestehen sowohl bei den Regelungen der Überbrückungshilfe III als auch der Neustarthilfe noch erhebliche Unsicherheiten. Wir empfehlen daher zurzeit diese Anträge nur in äußerst dringenden Fällen zu stellen. Nach unseren Informationen werden diese Unsicherheiten nicht vor Mitte März beseitigt.

Stand 17.02.2021