Verbesserungen im Corona-Soforthilfe Programm

(Stand: 01.04.2020)

Gestern wurde das bisherige Hilfsprogramm durch Beschlüsse im bayerischen Kabinett an einigen Punkten spürbar verbessert.

Ab sofort gilt Folgendes:

1. Antragsvoraussetzung „Liquiditätsengpass“:

Dieser liegt nach neuer Sichtweise des bayerischen Wirtschaftsministeriums vor, „… wenn infolge der Cornona Pandemie die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht die laufenden Ausgaben der folgenden drei Monate decken (bspw. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten). Private liquide Mittel müssen nicht (mehr) zur Deckung des Liquiditätsengpasses eingesetzt werden.“

Neben dem Vorteil, dass Privatvermögen nun nicht mehr vorrangig zu verwenden ist, bedeutet dies unserer Ansicht nach auch, dass der Engpass nicht bereits eingetreten sein muss, sondern der erwartbare zukünftige Eintritt bereits für eine Gewährung ausreicht.

2. Die Fördersätze wurden, gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen, erhöht und betragen:

  • bis zu 5 Erwerbstätige 9.000 Euro,
  • bis zu 10 Erwerbstätige 15.000 Euro,
  • bis zu 50 Erwerbstätige 30.000 Euro,
  • bis zu 250 Erwerbstätige 50.000 Euro.

Sollten Sie bereits einen Antrag gestellt haben (bisher wurden z.B. bei bis zu 5 Erwerbstätigen 5.000 Euro Soforthilfe angeboten) kann dieser auf jeden Fall bis zur Höhe des neuen Betrags aufgestockt werden. Falls bisher bereits der niedrigere Betrag beantragt wurde, gibt es am Ende des Onlineformulars dazu eine dementsprechende Frage. Sie können entweder den schon gestellten Antrag widerrufen und in voller Höhe neu beantragen oder nur die Differenz beantragen und auf den bereits gestellten Antrag verweisen.

3. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich elektronisch über das hier verlinkte Online-Formular.
Anträge in Papierform werden nicht mehr bearbeitet.


Warnung vor unberechtigter Inanspruchnahme

Die Soforthilfe ist als finanzielle Überbrückung für kleinere Betriebe und Freiberufler gestaltet, die aufgrund der Corona-Krise in eine existenzielle Notlage geraten sind. Vorsorglich weißt das Bayerische Wirtschaftsministerium darauf hin, dass eine Beantragung ohne diese Voraussetzung, ein Betrugsdelikt darstellt. Der Subventionsbetrug sieht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren vor. Nach den Hinweisen des Ministeriums wird jeder Fall, der bekannt wird, zur Anzeige gebracht und die Soforthilfe ist zurückzuzahlen.